ISO 20022 - Harmonisierung Zahlungsverkehr und Änderungen im SORBA

In dieser Anleitung sind die aktuellen Details zu ISO 20022 enthalten. Des Weiteren sind die einzelnen Schritte, welche im SORBA vor der Umstellung auf ISO 20022 getätigt werden müssen beschrieben. 

 

1. Neuer Standard, ISO 2002

1.1. Vorteile

1.2. Voraussetzung

2. Details im Überblick

3. SORBA IST „ISO READY“

4. Was ändert sich im SORBA?

5. Daten vor der Umstellung sichern (WORKSPACE)

6. Firmenzahlstelle auf ISO 20022 umstellen

7. Einstellungen Belastungsanzeige für XML-Dateien

8. Lieferantenzahlstelle auf ISO 20022 umstellen

9. Hinterlegung der Zahlstelle allgemein

 

 

1. Neuer Standard, ISO 2002

Der grenzüberschreitende Handel und Kapitalfluss sowie die dazugehörigen Prozesse und die ansteigende Automatisierung bedürfen einen standardisierten Zahlungsverkehr. Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs nach ISO 20022 auf dem Schweizer Finanzplatz ermöglicht es, Auftrags- und Statusmeldungen und die Abwicklungsverfahren des europäischen Zahlungsverkehrsraums SEPA (Single Euro Payments Area) zu verwenden. Mit ISO 20022 (International Organization for Standardization) wird die Grundlage für einfachere und wirtschaftlichere Prozesse im Zahlungsverkehr geschaffen. Fehlerquellen verschwinden durch die Vereinheitlichung von Formaten für den Informationsaustausch. Durch die Realisierung von ISO 20022 werden Zahlungsflüsse besser planbar. 


Die Veränderungen des Zahlungsverkehrs betreffen alle Markteilnehmer und hauptsächlich folgende Geschäftsprozesse:

  • Debitorenprozesse mit der Rechnungsstellung
  • Kreditorenprozesse mit der Rechnungsbezahlung
  • Personalprozesse mit den Lohn- und Rentenzahlungen

 

 

1.1.Vorteile

  • Informationsvermittlung im Zahlungsverkehr wird durch das einheitlich IBAN-Format (International Bank Account Number) weniger fehleranfällig. Aufwändige Umformatierungen (zwischen Konto Nummer, BIC, IBAN etc.) entfallen und die systematische Suche nach Informationen wird einfacher
  • Standardisierte Auftrags- und Statusmeldungen und Abwicklungsverfahren für Zahlungen
  • Angleichung der Überweisungsverfahren, grenzüberschreitende Zahlungen werden vereinfacht und die Kosten reduziert

 

 

1.2.Voraussetzung

Die Auftrags- und Statusmeldungen sowie die Abwicklungsverfahren wurden für die Schweiz verfeinert, um den Schweizer Zahlungsverkehr optimal zu unterstützen. Diese sind für alle Anbieter von Zahlungsdienstleistungen in der Schweiz verbindlich. Als wesentliches Identifikationsmerkmal in den Zahlungsaufträgen ist ausschliesslich die IBAN (International Bank Account Number) zugelassen.
Es ist sicherzustellen, dass in den Stammdaten der Zahlungsempfänger nur noch die IBAN-Kontonummern verwendet werden.

 

 

2. Details im Überblick

 

 

3. SORBA ist „ISO ready“

Der Finanzplatz Schweiz SIX hat in den Schweizer Empfehlungen (Swiss Usage Guide) festgelegt und formuliert, wie die ISO 20022-Meldungen für die verschiedenen Kommunikations-Bereiche aufgebaut sein müssen: Kunde > Bank und Bank > Kunde sowie Bank > Bank.
In der SORBA Software wurden die Anpassungen nach den offiziellen Schweizer Implementation Guidelines für die technische Umsetzung des Standards umgesetzt. Diese Standards enthalten eine Vielzahl von XML-Meldungs- und Nachrichtentypen. Die ISO 20022 Neuerung und deren beinhaltete Funktionen sind ab Version 24.11.2017 WS und mySORBA enthalten.

 

 

 

4. Was ändert sich im SORBA?

Die Handhabung im SORBA bleibt praktisch identisch. Der neue ISO Standard ist für den Kunden nur in der Enddatei als Dateityp .xml erkennbar.

 

Debijournal:

 

Kredijournal:

 

 

 

5. Daten vor der Umstellung sichern (Workspace)

Wichtig ist es vor der Umwandlung auf ISO20022 die kaufmännischen Daten wie folgt zu sichern:

Fibu Journal -> Register Fenster -> Jahresabschluss -> Datei -> KFM Daten Sichern

 

Es wird eine ZIP-Datei generiert, in der alle Zahlstellen drin enthalten sind. Speichern Sie die Datei an einen beliebigen, wiederauffindbaren Ort:

 

Ist mySORBA im Einsatz, ist keine manuelle Sicherung notwendig. Die Daten werden automatisch gesichert.

 

 

 

6. Firmenzahlstelle auf ISO 20022 umstellen

Bevor Sie die Firmenzahlstelle mutieren, sollten Sie mit Ihrer Bank Kontakt aufnehmen und nachfragen ob der Statur ISO ready erreicht ist. Sobald die Bank das OK gibt gehen Sie wie folgt vor:

Die Firmenzahlstelle muss für jede Domäne einmal angepasst werden.

Firma-Zahlstelle – Extras -Dialogmaske

 

Sobald dieser Haken aktiviert wird, wird das Format auf .xml geändert. Bitte achten Sie auch darauf, dass eine IBAN und die restlichen Felder im Register IBAN/IPI erfasst sind:

 

 

 

7. Einstellungen Belastungsanzeige für XML-Dateien

Auf der Firmazahlstelle kann unter dem Register "Zahlstelle" die Belastungsanzeige für XML-Zahlungsdateien nach ISO-20022 eingestellt werden.

Folgende Einstellungsmöglichkeiten sind vorhanden:

Leer - wie "Keine Angabe".

Keine Angabe - Es wird der Standard der Bank verwendet.

Keine Anzeige - Keine Anzeige und als Sammelbuchung verbucht.

Sammelanzeige ohne Details - Sammelbuchungen ohne Details.

Sammelanzeige mit Details - Sammelbuchungen mit Details.

Einzelanzeige mit Details - Buchungen einzeln mit Details.

Hinweis
Diese Einstellung gilt nicht für Lohnzahlungen!
Lohnzahlungen müssen gemäss ISO-20022-Standard als solche gekennzeichnet und mit "Sammelanzeige ohne Details" übertragen werden.

 

 

 

8. Lieferantenzahlstelle auf ISO 20022 umstellen

Als Erstes sollte der aktuellste Bankenstamm geladen werden, weitere Infos zum Bankenstamm finden Sie hier :

Über die Lieferanten-Zahlstelle im Kredi Journal -> Register Stammdaten -> Lieferanten-Zahlstelle-> auf den Datensatz klicken (Pfeil) -> Register Extras -> Bankenstamm einlesen

 

Damit der Zahlungslauf harmonisiert werden kann müssen wie oben beschrieben Anpassungen auf IBAN erfolgen. Die Option KontoNr durch IBAN ersetzen, ersetzt alle alten Postcheck- und CH-Bank-Konten aktiver Zahlstellen auf IBAN um.

 

Register Extras -> KontoNr durch IBAN ersetzen:

Falls dieser Menu Punkt nicht vorhanden ist, sind alle  KontoNr. korrekt umgestellt.

Falls eine Lizenzvereinbarung vor der Protokollausgabe erscheint, diese mit Lizenzvereinbarung akzeptieren annehmen:

 

Es wird eine Prüfung gemacht. Die Prüfung wird in einem zusätzlichen Browser-Fenster aufgeführt:

 

Durch das Protokoll können inkorrekte Verbindungen überarbeitet werden. Das Protokoll basiert auf zwei Anzeigen:Fehler und Infos 

Unter Infos werden alle korrekten Zahlstellen welche validiert werden konnten aufgeführt. Hier konnte neu auf die IBAN- Nummer gewechselt werden.

Alle ungültigen Verbindungen, welche nicht durch eine IBAN Nummer ersetzt wurden werden unter Fehler aufgeführt. In der Spalte Zusätzliche Infos sind alle Angaben vorhanden, welche es für eine manuelle Anpassung bei diesem Datensatz benötigt werden.  

 

Falls das Protokoll leer ist, sind alle Verbindungen richtig.

 

 

9. Hinterlegung der Zahlstelle allgemein

IBAN (IBAN/IPI) sollten ohne Leerzeichen eingegeben werden.

Vesr sollten mit Bindestrich – erfasst werden.

 

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